____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Stralsund: Doppelkopf
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Doppelkopf ist ein deutscher Fernsehfilm von Thomas Durchschlag aus dem Jahr 2019. Es handelt sich um den 15. Filmbeitrag der ZDF-Kriminalfilmreihe Stralsund. In den Hauptrollen der Ermittler agieren Katharina Wackernagel und Alexander Held, Karim GĂŒnes, Johannes Zirner, Andreas Schröders und als Vorgesetzte Therese HĂ€mer. Die Haupt-Gastrollen sind besetzt mit Simon Schwarz, Dagmar Leesch, Patrick von Blume, Magdalena Höfner, Nike Martens und Ralf Novak.
Obwohl der eher unscheinbare BĂŒcherei-Angestellte Peter Thies unaufgeregt und völlig emotionslos gesteht, er habe Susanne Richter getötet, und Dinge weiĂ, die eigentlich nur der TĂ€ter wissen kann, bezweifeln Kriminalkommissarin Nina Petersen und ihre Kollegen, dass er ein Mörder ist. Sein Verhalten ist mehr als seltsam.cite-ref-2[2]
Contents
âą Handlung
âą Haupthandlung
âą Nebenhandlung
âą Produktion
âą Vorlage
âą Rezeption
âą Kritik
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Handlung
Haupthandlung
Susanne Richter wird im GebĂŒsch, das an das Stralsunder Strandbad angrenzt, ermordet aufgefunden. Kriminalkommissarin Nina Petersen erkennt in ihr die Frau, die ihr am Vormittag in einer Boutique aufgefallen ist, weil sie sich exakt das gleiche Kleid ausgesucht hatte wie sie selbst. Ganz ĂŒberraschend fĂŒr alle meldet sich der BĂŒcherei-Angestellte und Ornithologe Peter Thies im Kommissariat und behauptet breit grinsend und strahlend, er habe Susanne Richter getötet. Sein Auftreten ist mehr als sonderbar. Kommissariatsleiterin Caroline Seibert zieht den Verhörspezialisten Thomas Jung hinzu, der das Verhalten von Thies analysieren soll. Dieser hat inzwischen einen weiteren Mord gestanden, den an Jana Radic, der bisher nicht aufgeklĂ€rt worden ist. Thies gibt Einzelheiten preis, die eigentlich nur der Mörder wissen kann. Er behauptet, er habe Radic getötet und auf einem Feld in Ummanz vergraben.
Das Ehepaar Monika und Thorsten Weber hat dauernd Streit miteinander. Monika Weber hat das GefĂŒhl, dass ihr Mann auch in Bezug auf die beiden Kinder alle unangenehmen Entscheidungen ihr ĂŒberlĂ€sst. Thorsten Weber wiederum ist genervt, weil er meint, seine Frau meckere nur noch. Am Strand hatte Thorsten Weber versucht, Susanne Richter anzumachen. Er folgte ihr, als sie den Strand verlassen wollte, was von dem in einem Strandkorb sitzenden Peter Thies beobachtet wurde.
Thies erklĂ€rt sich bereit, die Polizeibeamten zur Leiche von Radic zu fĂŒhren. An den von ihm bezeichneten Stellen wird jedoch keine Leiche gefunden. Plötzlich meint er, er könne sich nicht mehr erinnern. Mirko Kraus, ein hinzugezogener Psychiater, ist ebenso wie KriminalrĂ€tin Seibert ĂŒberzeugt, man habe den TĂ€ter. Petersen und Hidde sehen die Sache jedoch anders und legen sich mit ihrer Vorgesetzten an, woraufhin Seibert ihnen unterschwellig droht. Hidde ist sowieso nicht gut auf Seibert zu sprechen, da sie ihn in den Innendienst versetzen will, weil er eine TauglichkeitsprĂŒfung nicht bestanden hat. Das setzt dem empfindlichen Mann schwer zu. Thomas Jung wiederum soll auf GeheiĂ von Seibert einen Polygraphietest mit Peter Thies durchfĂŒhren, was nur mit ausdrĂŒcklicher Zustimmung des VerdĂ€chtigen geschehen darf. Thies bleibt bei allen an ihn gestellten Fragen ganz ruhig; die weiteren Frauen, die er ermordet habe, seien Nadine Petershagen und Sandra Wagner.
Wie Hidde herausfindet, war Thies Mitglied in einem MĂ€nnerchor. Er stöĂt in dessen spartanisch eingerichteter Wohnung auf eine Schallplatte des Chores, in dem die MĂ€nner Joseph von Eichendorffs vertontes Gedicht In einem kĂŒhlen Grunde singen. Diese Platte ist so gut wie das einzige persönliche Utensil in der Wohnung. Zusammen mit seinem Kollegen Uthmann sucht er Johannes Faber, den Chorleiter, auf. Ăber 20 Jahre habe Thies im Chor gesungen. Als Julius Rauch, sein LebensgefĂ€hrte, dann weggeblieben sei, sei auch er nicht mehr gekommen. Er habe eine wunderbare Stimme gehabt. Beide hĂ€tten sich im Chor kennengelernt. Rauch sei vor einem Jahr an Krebs gestorben. Thies habe ihn ĂŒber alles geliebt. Jung hat inzwischen herausgefunden, dass Julius Rauch bis zu seinem Tod Sachbearbeiter bei der Generalstaatsanwaltschaft Rostock, Abteilung ungeklĂ€rte VermisstenfĂ€lle, gewesen ist. Rauch hatte neben seiner Rostocker Wohnung auch ein Haus am Strelasund. Hidde ruft Petersen an und meint, eine Frage mĂŒsse man Thies noch stellen, es sei die nach Julius Rauch. Bei der ErwĂ€hnung dieses Namens zeigt Thies erstmals GefĂŒhlsregungen und weicht von seinem bisher gezeigten schablonenhaften Verhalten ab. Er erzĂ€hlt, Verbrechen hĂ€tten ihn und Julius fasziniert. Auf Petersens Vorhaltung, dass er Jana Radic und die anderen Frauen nicht getötet habe, stimmt er nun zu. Tieftraurig erlĂ€utert er, nur Julius habe ihn so geliebt, wie er sei, altmodisch und etwas seltsam. Er habe Julius, indem er die Akten der Frauen studiert habe, noch einmal nahe sein wollen so wie frĂŒher. Er habe einen Mann beobachtet, der Susanne Richter ins GestrĂŒpp gefolgt sei, als er wieder herausgekommen sei, habe er Blut an den HĂ€nden gehabt.
Als Petersen und Hidde und ihre Kollegen im Haus von Weber eintreffen, finden sie Frau Weber schlimm zugerichtet auf dem Boden liegend; am Strand stoĂen sie auf Thorsten Weber, der sich widerstandslos festnehmen lĂ€sst. Caroline Seibert gibt zu, einen Fehler begangen zu haben. AuĂerdem teilt sie mit, dass sie mit sofortiger Wirkung ihre Position als Leiterin der Kripo Stralsund aufgegeben habe. Beim Abschied gelingt es ihr allerdings, Hidde zu ĂŒberraschen: Sie zerreiĂt die von ihr angeordnete Versetzung Hiddes in den Innendienst vor seinen Augen.
Nebenhandlung
Nina Petersen ist frisch verliebt in den Neuen im Team, Thomas Jung. Doch sie traut dem neuen GlĂŒck noch nicht so ganz, und tatsĂ€chlich wird ihr Vertrauen von Jung einige Male auf eine harte Probe gestellt. Karl Hidde sieht sich einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt. Karim Uthman kĂ€mpft konstant mit dem GefĂŒhl, nicht richtig dazuzugehören, weil er der JĂŒngste ist, oder weil er einen Migrationshintergrund hat â und auch, weil er es seinem Vater nicht rechtmachen kann, der nicht wollte, dass Karim zur Polizei geht.cite-ref-presseportal-3-0[3]
Produktion
Produktionsnotizen
Musikalische UnterstĂŒtzung bei den Filmarbeiten leisteten Mitglieder des Opernchors des Volkstheaters Rostock, Mitglieder des Opernchors des Theaters Vorpommern in Stralsund unter Leitung von Frank Flade. Die Produktionsleitung lag bei Ralph Retzlaff, die Aufnahmeleitung bei Jeannette Wolf und Frank Grocholl und die Herstellungsleitung bei Andreas Breyer. Es handelt sich um eine Produktion der Network Movie Film- und Fernsehproduktion Wolfgang Cimera im Auftrag des ZDF. Die Redaktion im ZDF lag bei Martin R. Neumann.cite-ref-4[4]
Vorlage
An einer Stelle im Krimi klingt an, dass dieser Fall auf einer realen Vorlage basiert. Drehbuchautor Andreas Kanonenberg nahm zum Hintergrund der von ihm geschriebenen Geschichte in einem ZDF-Presseinterview wie folgt Stellung: âSture Bergwall, bekannt geworden unter dem Namen Thomas Quick, war ein drogenabhĂ€ngiger und psychisch gestörter schwedischer StaatsbĂŒrger, der in der geschlossenen Anstalt keine Drogen mehr bekam, um seine Sucht zu befriedigen. Das Ă€nderte sich schlagartig, als er erst einen Mord und dann im Laufe der Zeit immer mehr â insgesamt 33 â Morde gestand. Auf einmal stand er im Mittelpunkt des Interesses und bekam nicht nur wieder seine Psychopharmaka, sondern auch die Aufmerksamkeit des gesamten Strafverfolgungsapparats. Aufmerksamkeit, von der Quick ebenso abhĂ€ngig wurde, wie von den Tabletten, die man ihm verabreichte. Der Fall hat in Schweden eine heftige Diskussion ĂŒber die Arbeit der Polizei und der Behörden ausgelöst.âcite-ref-tittelbach-5-0[5]cite-ref-6[6]
Auf die Frage, was das Packende an den realen Ereignissen gewesen sei und was ihn zum Schreiben des Drehbuchs inspiriert habe antwortete Kanonenberg, erstens habe ihn interessiert, was einen Menschen dazu bringe, ein Verbrechen zu gestehen. Und zweitens, darauf aufbauend die Frage, was es mit Ermittlern mache, wenn sie auf einmal âanders herumâ ermitteln mĂŒssen â also einem TĂ€ter nicht seine Schuld beweisen, sondern Beweise fĂŒr eine Tat liefern mĂŒssen, die diese Schuld einwandfrei beweisen. Oder eben nicht. Ob in seine Charaktere persönliche Erfahrungen einflieĂen wĂŒrden, beantwortete Kanonenberg folgendermaĂen: âEin Autorenkollege hat mal gesagt, dass alles Schreiben autobiografisch und gleichzeitig pure Fiktion ist. Das ist auf den ersten Blick widersprĂŒchlich, macht aber total Sinn. NatĂŒrlich bedient man sich im eigenen Werkzeugkasten der Emotionen und Erfahrungen, und natĂŒrlich sind einem manche Figuren vertrauter als andere. Aber letztendlich geht es darum, zu verstehen, was Menschen antreibt.â Das zentrale Thema in âDoppelkopfâ sei zerbrochene Liebe, verlorene Liebe, neue Liebe und enttĂ€uschte Liebe. âDaraus folgen die Angst vor ZurĂŒckweisung, Einsamkeit, Trauer, Wut und schlieĂlich Gewalt.â Wie weit er als Autor in die Dreharbeiten eingebunden sei wollte Suse Becker von Kanonenberg abschlieĂend wissen. Er könne die Situation bei âDoppelkopfâ eigentlich nur als âidealâ bezeichnen, fĂŒhrte der Drehbuchautor aus. Die Entwicklungsarbeit mit Produktion und Redaktion sei âintensiv und produktivâ gewesen, man habe viel Zeit gehabt, sich mit vielen Details des sehr komplexen Buches auseinanderzusetzen. Die âGesichter des Formatsâ hĂ€tten ihn mit offenen Armen aufgenommen, die Bucharbeit mit ihnen sei ein tolles Erlebnis gewesen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thomas Durchschlag im Vorfeld sei âfantastischâ gewesen.cite-ref-presseportal-3-1[3]
Rezeption
Veröffentlichung, Einschaltquote
Doppelkopf wurde am 23. November 2019 zur Hauptsendezeit im ZDF erstausgestrahlt. 5,97 Millionen Zuschauer wollten den Film bei seiner Erstausstrahlung sehen. Das ergab einen Marktanteil von 20,1 Prozent.cite-ref-tittelbach-5-1[5]
Kritik
Volker Bergmeister bewertete den Film auf der Seite tittelbach.tv, gab ihm 4œ von 6 möglichen Sternen, und fasste zusammen: âSeit zehn Jahren lĂ€uft die Krimireihe âStralsundâ. Thomas Durchschlags âDoppelkopfâ [âŠ] ist bereits der 15. Fall fĂŒr Katharina Wackernagels Nina Petersen. In der Episode stellt Autor Andreas Kanonenberg die gewohnte Krimi-Dramaturgie auf den Kopf: Gleich zu Beginn gibt es ein MordgestĂ€ndnis, doch die Ermittler haben Zweifel, dass es sich bei dem Mann, der vorgibt eine Frau am Strand brutal getötet zu haben, um den wahren TĂ€ter handelt. Auch das Thema Liebe spielt eine wichtige Rolle und wird in vielen Facetten gezeigt: zerbrochen, verloren, neu, enttĂ€uscht. Daraus resultiert: Trauer, Wut, Einsamkeit, Angst, Lethargie, Misstrauen, Gewalt. Eine starke Story, die auf einem echten Fall beruht.â Die Story passe âwunderbarâ zur Figur der Ermittlerin. âSchauspielerischâ ĂŒberzeuge âvor allem Simon Schwarz als Peter Thiesâ. Diese âschwierigen, gespaltenen Charaktereâ könne Schwarz âexzellent spielen, nur mĂŒsse er vielleicht ein wenig aufpassen, sich nicht zu ĂŒberspielenâ. Unterm Strich sei dies ein richtig gutes âStralsundâ-JubilĂ€um.cite-ref-tittelbach-5-2[5]
FĂŒr das Internetportal evangelisch.de nahm sich Tilmann P. Gangloff des Films an und meinte, der Titel âDoppelkopfâ der Stralsund-Episode sei âeher irritierend als hilfreichâ. Die Geschichte, die Drehbuchautor Andreas Kanonenberg erzĂ€hle sei jedoch âdoppelt interessant, zumal sich die Handlung um eine Ă€uĂerst faszinierende Figurâ drehe. Simon Schwarz verkörpere âeine Figur, wie es sie im TV-Krimi nicht alle Tageâ gebe. âDoppelkopfâ erzĂ€hle âeine durchaus originelle Geschichte, aber dennochâ sei es âSimon Schwarz, der den Film ĂŒber den Durchschnittâ hebe. Die âVerklĂ€rtheitâ bei seinem GestĂ€ndnis verkörpere Schwarz âohne jede Ironie und mit einer regelrechten Inbrunstâ. âFrappierendâ sei allerdings âdie Klischeehaftigkeit einer anderen Figurâ. Von einigen Punkten abgesehen, zeichne sich Thomas Durchschlags Krimi âdurch eine hintergrĂŒndige Spannung aus, fĂŒr die nicht zuletzt die sehr prĂ€sente Musik [âŠ]â sorge, âdie die Bilder mit viel AtmosphĂ€reâ auflade. Dass âDoppelkopfâ âauf einem authentischen schwedischen Fallâ basiert, mache âdie Geschichte noch ungewöhnlicherâ.cite-ref-7[7]
Tom Heise sprach in der Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung von einer ârundum gelungene[n] JubilĂ€umsfolge abseits der Krimiroutineâ und gab dem Film fĂŒnf von sechs möglichen Sternen. Autor Andreas Kanonenberg sei âein klasse Buch gelungen, das auf einer realen Vorlage beruhtâ. Neben der âvon Simon Schwarz grandios gespielten Figur Thiesâ erzĂ€hle der Film âauch von einer Ehe am Ende, die letztlich in die Katastropheâ fĂŒhre. Ăberhaupt sei âdie Liebe in all ihren Erscheinungsformen und ihren teils fatalen Folgen das zentrale Thema des Krimis. Ein Fall, der das ganze Potential der Reihe zeig[e] und aus dem ĂŒblichen Krimiallerlei herausragtâ.cite-ref-8[8]
Auch Wilfried Geldner fand im Fernsehmagazin Prisma nur lobende Worte fĂŒr den Film. So warf er die Frage auf, âschwer genugâ sei âes wohl, glaubhaft einen Mörder zu spielen. Aber einen TĂ€ter spielen, der einen Mörder spielt, ohne womöglich einer zu sein?â und kam zu dem Ergebnis: âDer Schauspieler Simon Schwarz, schĂŒtteres rötliches Haar â man kennt ihn aus vielen Filmen â kriegt das hin. Spielend, möchte man kalauernd sagen. Schwarz ist in der Folge âDoppelkopfâ des ZDF-Samstagskrimis âStralsundâ ein wahrhaft geheimnisvoller Typ.â Das Drehbuch spiele âalle Facetten der Liebe (und vor allem der verlorenen Liebe) durch, bis hin zum Serienmordâ. Des RĂ€tsels Lösung sei âzum Teil vorhersehbar â und doch ergreifendâ. AbschlieĂend stellte Geldner fest: âIn seiner komisch-zynischen Konzentration, seinem atmosphĂ€rischen Timing und den nie nassforschen Faustkampf-Dialogen ist dies ein Krimi, der (fast) alles andere um LĂ€ngen schlĂ€gt. Ein kleines Meisterwerk, das da der Drehbuchautor Andreas Kanonenberg und der Regisseur Thomas Durchschlag geschaffen haben.âcite-ref-9[9]
Johannes von der Gathen meinte in der Volksstimme, dieser âPsycho-Krimi im Zweitenâ, sei âeine harte Nuss fĂŒr das Team von der Ostseeâ. Der âeindringlichâ von Simon Schwarz gespielte Peter Thies entpuppe sich âals hochintelligenter EinzelgĂ€nger, der alle Details der Tat minutiös schildert und die Verhöre und den Rummel um seine Person sichtlichâ genieĂe. Drehbuchautor Thomas Kanonenberg konzentriere sich âin seinem âStralsundâ-DebĂŒt ganz auf das durchaus faszinierende PortrĂ€t eines geltungssĂŒchtigen, tiefverletzten AuĂenseitersâ. Den verkörpere Simon Schwarz âmit bewundernswerter PrĂ€senz und AbgebrĂŒhtheitâ. Aber âdie Spannungâ lasse âin diesem Psycho-Drama leider etwas zu wĂŒnschen ĂŒbrigâ. Als Zuschauer bleibe man âtrotzdem dabei, weil man dem sympathischen Team gerne bei der Arbeitâ zuschaue.cite-ref-10[10]
Weblinks
âą Stralsund: Doppelkopf bei crew united
âą Stralsund: Doppelkopf bei IMDb
âą Stralsund: Doppelkopf bei Fernsehserien.de
âą Stralsund â Doppelkopf Abb. Filmplakat ZDF und Infos auf der Seite thomasdurchschlag.de
Einzelnachweise
cite-note-fsk-11. Freigabebescheinigung fĂŒr Stralsund: Doppelkopf. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; PrĂŒfÂnummer: 198989/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 lĂ€nger als 4 Zeichen
cite-note-22. â Stralsund 05 Doppelkopf, Staffel 02, Folge 05 siehe Seite zdf.de
cite-note-presseportal-33. â Suse Becker: Stralsund â Doppelkopf siehe Punkt âFĂŒnf Fragen an Doppelkopf-Autor Andreas Kanonenbergâ auf der Seite presseportal.zdf.de
cite-note-44. â Stralsund â Doppelkopf siehe Seite networkmovie.de
cite-note-tittelbach-55. â Volker Bergmeister: Reihe âStralsund â Doppelkopfâ. Wackernagel, Held, Schwarz, Kanonenberg, Durchschlag. Es geschah am helllichten Tag siehe Seite tittelbach.tv. 5. November 2019. Abgerufen am 2. September 2020.
cite-note-66. â Stralsund âDoppelkopfâ, Interview mit Autor A. Kanonenberg bei Network Movie
cite-note-77. â Tilmann P. Gangloff: TV-Tipp: âStralsund: Doppelkopfâ (ZDF) siehe Seite evangelisch.de. 23. November 2019. Abgerufen am 2. September 2020.
cite-note-88. â Tom Heise: JubilĂ€umsfolge der Krimireihe: Stralsund â Doppelkopf In: Neue OsnabrĂŒcker Zeitung. 23. November 2019. Abgerufen am 2. September 2020.
cite-note-99. â Doppelkopf. Ein TĂ€ter, der den Mörder spielt siehe Seite prisma.de. Abgerufen am 2. September 2020.
cite-note-1010. â Johannes von der Gathen: Stralsund: Doppelkopf In: Volksstimme. 23. November 2019. Abgerufen am 2. September 2020.